Die BlogABC Blogparade

Die BlogABC Blogparade

Burkhard Asmuth hat in seinem Blog zur BlogABC Blogparade aufgerufen. Im Rahmen dieser Blogparade soll jeder teilnehmende Blogger zu jedem Buchstaben des Alphabets seine Gedanken zu einem Begriff rund um das Thema bloggen beleuchten. Denn zum Thema „Bloggen“ gibt es so viele verschiedene Sichtweisen, Schwerpunkte und Ausrichtungen wie Blogger selbst. Hier also mein BlogABC für Rat & Tat Marketing.

A wie Aufmerksamkeitskurve

Die Aufmerksamkeitskurve der Leser eines Blogs nimmt mit jeder Zeile, die er liest, messbar ab. Darum sollte man seine Beiträge möglichst so verfassen, dass die Kernbotschaft des Beitrags bereits am Anfang eines Artikels steht. A könnte hier also auch für „Anfang“ stehen.

B wie Bloggen

Als ich 2006 mein erstes Blog, damals die „Marketing-Oase“, startete, gelang es mir noch wesentlich besser als heute, regelmäßig neue Beiträge zu verfassen. Leider musste ich das Blog 2008 vom Netz nehmen, da ich aufgrund der Schlussredaktion für mein Oberhausen-Buch mehrere Updates versäumt hatte und sich ein Hacker bei mir breit gemacht hatte, den ich nicht losgeworden bin.

C wie Content

Content steht im Zentrum des Bloggens. Wer seinen Content nicht selbst erstellen kann oder will, kann auf bezahlten Content zurückgreifen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Wer nur wenige Cent pro Wort bereit ist zu zahlen, muss sich nicht wundern, nichtssagende Texte geliefert zu bekommen, die zwar aus Buchstaben und Wörtern bestehen, aber keinen Mehrwert für die Leser enthalten. Die Folge sind hohe Bounce-Rates, das heißt, die Leser springen schnell wieder ab zu einem anderen Beitrag.

D wie Durchhalten

Nach einem fulminanten Start ist das Durchhalten für Blogger oft das größte Problem (und ich schließe mich selbst da gar nicht aus). Selbst, wenn der Themenplan rappelvoll ist, so kommt doch schnell das Tagesgeschäft und der ganz normale Alltagswahnsinn dazwischen. Leicht ist dann das Bloggen „auf morgen“ verschoben und mit Schrecken stellt der ambitionierte Blogger dann fest, dass schon wieder ein Monat ohne Beitrag ins Land gegangen ist. Darum meine Empfehlung: Besser moderat starten und dann steigern – als umgekehrt!

E wie Erkenntnis

Warum werden Texte gelesen? Meist geht es darum, ein Bedürfnis zu stillen. Die Bedürfnisse der Leser können ganz unterschiedlich sein: Manche wollen einfach nur die Zeit totschlagen und unterhalten werden, andere sind auf der Suche nach Informationen, die ihnen beispielsweise das Leben erleichtern, ihnen zu mehr Geld, mehr Freizeit oder mehr Freude verhelfen. Mit dieser Erkenntnis lässt sich die eigene Zielgruppe leicht bestimmen und mit passenden Texten versorgen.

F wie Fotos

Wir Menschen sind Augentiere. Darum sollte jeder Blogbeitrag mindestens über ein aussagekräftiges Beitragsbild verfügen. Und weil Menschen sich am meisten für Menschen interessieren, ist meine Empfehlung, möglichst Fotos mit Aufnahmen von Menschen zu verwenden. Auch Tiere sind immer wieder ein Eyecatcher. Einfache Gegenstände (besonders, wenn es sich um Produktabbildungen handelt), werden meist als langweilig empfunden. Da muss die Aufnahmeperspektive oder der Kontext schon außergewöhnlich sein, um das Bild zu einem Hingucker zu machen.

G wie Geschenke

Ich betrachte meine Blogbeiträge immer als Geschenke an meine Leser. Ich schenke ihnen meine Zeit, indem ich einen Beitrag verfasse. Ich schenke ihnen mein Wissen, indem ich versuche, ein bestimmtes Thema aus einem neuen Blickwinkel zu beleuchten und mit einfachen Worten zu erklären. Darum verwende ich auch immer sehr viel Sorgfalt bei der Erstellung meiner Blogbeiträge: Ein Geschenk sollte etwas Wertvolles sein, nicht ein lieblos zusammengestückeltes Etwas voller Rechtschreibfehler und anderer Mängel.

H wie Hacker

Aus eigener leidvoller Erfahrung mit meinem ersten Blog, der Marketing-Oase, weiß ich, wie wichtig es ist, sein Blog gegen Hacker zu schützen. Leider wird die Bedeutung der Wichtigkeit von regelmäßigen Updates der Blogsoftware und der Plugins nicht von allen Auftraggebern erkannt. Hier kann ich nur appellieren, nicht an der Wartung zu sparen.

I wie Ideen

Das Problem der Ideenfindung für die eigenen Blogbeiträge sollte man gar nicht erst aufkommen lassen. Ich empfehle zum Festhalten der Ideen entweder die analoge Methode mit dem Notieren in einem Notizbuch oder eines der vielen wundervollen online Tools zu verwenden, die es mittlerweile (und vielfach kostenlos) gibt. Gute Programme/Tools zum Festhalten der eigenen Ideen sind beispielsweise Evernote, Trello, Wunderlist oder – wenn es bereits ein ausgereiftes Redaktionstool mit viel mehr Funktionen sein soll – Scompler. Manche kommen auch mit selbstgestrickten Excel-Tabellen am besten klar. Welcher Weg auch immer genommen wird: Ideen sind flüchtig! Halten Sie sie in dem Moment fest, in dem sie Ihnen kommen. Und am besten terminieren Sie auch gleich den Beitrag und tragen ihn in Ihren To-Do-Liste ein.

J wie Joker

Zum Buchstaben J fiel mir einfach spontan nichts ein, also ziehe ich hier den Joker und empfehle, sowohl Gastbeiträge anzunehmen als auch eigene Gastbeiträge zu verfassen. Es gibt kaum eine schönere Möglichkeit, als auf diese Weise neue Leserkreise zu erschließen, Kompetenz zu beweisen und sich mit anderen Bloggern zu vernetzen. Und Kontakte schaden bekanntlich nur denen, die keine haben.

K wie Keywords

Vor dem Verfassen eines Blogbeitrags steht die Keyword-Recherche. Sollte sie jedenfalls. Bei diesem Beitrag zur BlogABC-Blogparade habe ich aber darauf verzichtet. Gemäß Burkhards Wunsch habe ich ganz spontan die Buchstaben des Alphabets mit meinen Assoziationen zum Thema Bloggen gefüllt. Ein klasse Tool zur Keyword-Recherche findet man übrigens auf www.keyword-tools.org.

L wie Links

Kein Blogbeitrag ohne Links! Google liebt Links – und Leser ebenfalls. Verlinken Sie auf andere Blogbeiträge, die weiterführende Informationen zu dem von Ihnen beleuchteten Thema enthalten, oder auf Tools, wie in meinem Abschnitt zu den Ideen – oder verlinken Sie auch intern, innerhalb Ihres Beitrags und innerhalb Ihrer eigenen Beiträge. Denn Links sind das Salz in der Suppe des Internets!

L wie Liste

Ohne Listen geht es für mich beim Bloggen nicht. Da sind einerseits meine Checklisten und Ideenlisten, die ich beim Bloggen immer wieder heranziehe und natürlich auch meine Mailing-Liste, mit der ich Interessenten für meinen neuen Newsletter (ab Januar 2016) sammle.

M wie Marketing

Im Zentrum des Marketing-Logbuchs sollten ursprünglich ausschließlich die Themen Marketing und Social Media stehen. Entwickelt hat sich das Blog dann doch anders. Aus Zeitgründen ist das Marketing-Logbuch in den letzten zwei Jahren mehr ein Anschauungs- und Demonstrationsobjekt für meine Seminarteilnehmer gewesen. Das soll sich im kommenden Jahr nun wieder ändern und es werden mehr relevante Beiträge zu meinen Kernthemen erscheinen. Mit dieser Blogparade ist auch ein erster Anfang dazu gemacht.

N wie Newsletter

Auch wenn es zur Standard-Ausstattung eines WordPress Blogs gehört, dass neue Inhalte per RSS-Feed abonniert werden können: Ein Newsletter, der regelmäßig über neue Beiträge informiert immer noch das Standard-Instrument, um Leser regelmäßig über neue Beiträge zu informieren. Denn Feedreader sind in der breiten Masse der Internet-Nutzer in Deutschland immer noch nicht richtig angekommen. Selbst unter vielen meiner Seminarteilnehmer für die Social Media Manager Lehrgänge sind immer welche, die nie davon gehört haben und ganz überrascht sind, dass sie sich automatisch informieren lassen können.

O wie Organisation

Wer professionell bloggen will, braucht schon eine gute Organisation und Zeitplanung. Beiträge müssen rechtzeitig recherchiert und verfasst werden, Fotos müssen gemacht oder bei Stockphoto-Datenbanken ausgewählt und heruntergeladen werden, Beiträge in Social Media platziert und dort ebenso wie im eigenen Blog auf Kommentare reagiert werden. Darum ist es wichtig, sich regelmäßige Zeitfenster für das eigene Blog zu reservieren und das Bloggen als Aufgabe in die eigene To-Do-Liste aufzunehmen. Ich verwende übrigens seit fast zwei Jahren das Tool ToDoIst und kann es sehr empfehlen.

P Wie (Blog-)Parade

Ebenso wie Gastbeiträge sind Blogparaden eine schöne Möglichkeit, um einmal aus dem eigenen Themenspektrum etwas auszubrechen und etwas Werbung für das eigene Blog zu machen. Über die (gegenseitigen) Verlinkungen ergeben sich (wenn auch klitzekleine) Vorteile für das eigene Suchmaschinen-Ranking. Viel wichtiger ist aber, auch hier die Möglichkeit zum Netzwerken und einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Q wie Qualität

Q ist ein schwieriger Buchstabe und ich vermute, dass ich nicht die einzige bin, die im Rahmen dieser Blogparade das Wort Qualität gewählt haben wird. Doch was bedeutet Qualität im Zusammenhang mit Bloggen? Definitiv, dass die Beiträge einen Mehrwert für den Leser bieten müssen. Mehrwert bedeutet Erkenntnis-Gewinn, mit Tipps und Tricks und gut recherchierten Informationen sollten Sie also nicht geizen. Doch auch die äußere Form gehört dazu: Abwechslungsreicher Satzbau und gut zu lesender Sprachstil ebenso wie die Beachtung der Regeln zu Rechtschreibung und Zeichensetzung.

R wie RSS

Den Buchstaben R möchte ich noch einmal nutzen, um auf RSS-Reader hinzuweisen. Es gibt verschiedene Programme und Dienste, mit denen man Blogbeiträge nicht nur einfach abonnieren und lesen kann. Mit ihnen können die Beiträge gleich archiviert oder an entsprechende Software weitergeleitet werden, in Social Media oder per E-Mail geteilt oder mit Tags versehen werden. Mein Lieblingstool ist definitiv Feedly, das es auch in einer Premium-Version gibt.

S wie SEO

Für wen schreibt man die ganzen Beiträge, wenn nicht für Leser? Nur wer keine Leser haben will, beschäftigt sich nicht mit Suchmaschinenoptimierung, kurz: SEO. Während es für „normale“ Blogger fast unmöglich ist, alle rund 200 Faktoren von Google zu kennen und zu berücksichtigen, genügen eigentlich schon wenige Maßnahmen direkt im eigenen Blogsystem, um ein gutes Basisranking zu erreichen. Suchmaschinenoptimierung ist keine einmalige Sache, sondern ein Prozess. Besonders auch deshalb, weil Google ständig Veränderungen vornimmt. Wer hier ein wenig auf dem Laufenden bleiben will, kann das regelmäßig erscheinende Online-Magazin Suchradar abonnieren.

T wie Themenplan

Die Bedeutung eines Themenplans kann man gar nicht oft genug betonen – und so nehme ich in Kauf, mich hier gegen Ende des Beitrags vielleicht ein wenig zu wiederholen, wenn ich dazu auffordere, einen Themenplan (auch Redaktionsplan genannt) anzulegen und zu pflegen. So gehen niemals die Ideen aus, worüber gebloggt werden kann, man kann frühzeitig saisonale Aspekte mit einplanen (Stichwort: „Weihnachten kommt immer so überraschend“) und die Mischung der angesprochenen Themen kann so gut variiert werden. Denn außer, man hat gerade eine thematische Reihe geplant (!), ist es für die Leser meist nicht besonders spannend, wochenlang Beiträge präsentiert zu bekommen, die letztlich immer nur Variationen ein und desselben Themas sind.

U wie Urheberrecht

Inzwischen hat es sich ja sogar bis zu privaten Bloggern herumgesprochen, dass man nicht einfach irgendwo im Internet gefundene Bilder verwenden darf. Sogar die Quellenangabe direkt am Bild, die von deutschen Richtern noch nicht so lange gefordert wird, dürfte den meisten bekannt sein. Doch beim Thema Texte ist das Unrechtsbewusstsein offensichtlich noch nicht so verbreitet und hemmungslos werden nicht nur einzelne Sätze oder Passagen sondern gleich ganze Texte kopiert und als die eigenen ausgegeben.

V wie Viralität

Das ist natürlich der größte Wunsch eines Bloggers: Einen so genialen Beitrag zu verfassen, dass dieser viral geht und sich im ganzen Internet verbreitet. Leider ist das nur selten zu erreichen, mit Textbeiträgen kaum noch machbar. Besser sehen die Chancen hier im Videobereich aus. Doch viele Beispiele von gut gemachten Videos, die eigentlich alles aufwiesen, was für viralen Content erforderlich ist, zeigen, dass Viralität immer noch nicht planbar ist.

W wie WordPress

Die Blogsoftware meiner Wahl – mittlerweile so einfach zu installieren und zu warten, dass jeder, der sich an ein Kochrezept halten kann, dieses auch bewerkstelligen kann. Es ist keine Raketenwissenschaft und darum gibt es meiner Meinung nach nur sehr selten Gründe, fertige Homepagebaukästen einzusetzen, die mit vielen Nachteilen (keine Plugins, eingeschränkte Template-Wahl und anderem mehr) daher kommen.

X wie XMind

Wenn ich ein Thema wirklich bis zum letzten ausloten und auch neue Aspekte finden will, arbeite ich gern mit Mindmaps. Bei der Erstellung brauche ich die Haptik von Papier und Stift, wenn es aber ans Archivieren der Ideensammlung geht, leistet mir XMind immer gute Dienste.

Y wie Yoast

Yoast – das ist das Plugin, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht. Mehr muss man dazu kaum sagen.

Z wie Ziel

Mit dem Buchstaben Z sind wir nun beide am Ende dieses doch recht lang gewordenen Blogbeitrags angekommen, liebe Leserin, lieber Leser. Das bringt mich darauf, dass am Ende eines Blogbeitrags möglichst eine Handlungsaufforderung stehen sollte. Fordern Sie Ihre Leser auf, einen Kommentar abzugeben! Oder den Beitrag in den Social Media zu teilen. Oder … was auch immer. Nur geben Sie ihm noch einmal ein Fazit und lassen Sie ihn am Ende seiner Lektüre nicht allein. Denn wer so lange bei Ihnen war, verdient es, ein wenig belohnt zu werden!

Mein Fazit zur BlogABC Blogparade

Diesen Beitrag zur Blogparade zu verfassen, hat mir richtig Spaß bereitet und meinen Vorsatz, im kommenden Jahr wieder regelmäßiger zu bloggen, weiter angefacht. Ich freue mich, dass Burkhard die Idee dazu hatte und Nachzüglern wie mir noch die Gelegenheit gegeben hat, einen Beitrag nachzureichen. So – und jetzt sind Sie dran: Über einen Kommentar oder das Teilen in Social Media würde ich mich sehr freuen.

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