Google Plus Communities

Blogparade: Alles rund um GooglePlus

Alexander Lieberecht von Techniksurfer veranstaltet aktuell eine Blogparade zum Thema Alles rund um Google+. Weil ich zu den Nutzern erster Stunde gehöre und es sehr schade finde, dass Google+ nie so richtig angekommen zu sein scheint, habe ich mich entschieden, an dieser Blogparade teilzunehmen.

Alexander stellt in seinem Beitrag 12 Fragen, die ich gerne als Vorlage nutze und beantworte:

1. Seit wann bist du bei GooglePlus, kannst du dich daran entsinnen? Wenn du möchtest kannst du auch deine Accounts und Seiten verlinken.

Wenn ich mich recht erinnere, gab es anfangs keinen freien Zugang zu Google+, sondern ein Invite-System, das heißt, man musste von einem Google+-Mitglied eingeladen werden und hatte nach Annahme der Einladung seinerseits 30 und später 99 Einladungen zur Verfügung. Ich fand einen Kontakt über XING, habe dort die Frau angeschrieben und gebeten, mich

einzuladen, was sie netterweise auch gemacht hat.

2. Hast du bei GooglePlus einen privaten Account oder/und auch eine Google+ Seite für dein Blog zum Beispiel?

Seitdem, also ungefähr seit April oder Mai 2011 habe ich einen privaten Google+-Account. Die geschäftlichen Google+-Seiten kamen ja erst etwas später hinzu, soweit ich mich erinnern kann, im September oder Oktober 2011. Da habe ich natürlich auch sofort meine Google+-Seite für Rat & Tat Marketing eingerichtet.

3. Was hat sich für dich seit der Nutzung von Google+ geändert, bloggst du mehr, teilst du mehr deine Inhalte bei Google+ oder oder oder?

Google+ hat mir wegen der Übersichtlichkeit im Gegensatz zu Facebook sofort sehr gut gefallen. Mein Blogverhalten hat es aber nicht beeinflusst. Außerdem musste ich sehr schnell feststellen dass Google+ ausgesprochen unbeliebt war, insbesondere bei meinen bisherigen Kontakten. Ich habe Google+ selbst nie als „Facebook in rot“ verstanden, sondern als eine Erweiterung oder Bereicherung. Besonders gut gefallen hat mir das hohe Niveau und die angenehmen Umgangsformen in den Communities, etwas das in Social Media nicht selbstverständlich ist. Ich bin selten so angeraunzt worden wie in einigen XING-Gruppen und das Niveau in einigen Facebook-Gruppen entpuppte sich oft als untere Schublade. Das ist mir bei den Communities so nie passiert.

Durch einen Selbstversuch fand ich außerdem heraus, dass Google+ offensichtlich ein weiterer Faktor für die Ranking-Entscheidungen bei Google Search ist. Wie man bei der Durchsicht des Marketing-Logbuchs unschwer erkennen kann, blogge ich leider nicht besonders regelmäßig. Wie so häufig trägt der Schuster eben leider schlechte Schuhe, so auch in meinem Fall. Darum dauerte die Indexierung meiner Blogbeiträge immer sehr lange. Anfang 2013 hatte mein Unternehmen sein 10-jähriges Bestehen. Darum habe ich einen Blogbeitrag verfasst, den ich dann auch bei Google+ verlinkt habe. Statt, wie sonst üblich, mehrere Tage, dauerte es tatsächlich nur knapp 20 Minuten, bis mein Beitrag in der Google-Suche zu finden war (nicht eingeloggt, in einem anderen als meinem „Haus-Browser kontrolliert)! Das gelang so gut, dass ich das „live und in Farbe“ teilweise in meinen Seminaren an der Business Academy Ruhr vorgeführt habe. „Leider“ haben das inzwischen natürlich auch viele andere herausgefunden und es dauert wieder etwas länger, meine Beiträge indexiert zu sehen.

4. Was ist mit den Google Plus Communitys, kommen diese für dich in Frage und welche kennst du, wo bist du aktiv?

Ich bin ein großer Fan der Google+ Communities – allerdings ist „aktiv“ nicht ganz der richtige Ausdruck. Ich bin in über 100 Communities Mitglied, was an meinen vielfältigen Interessen liegt. Hier gehöre ich sicher nicht zu den aktiven Teilnehmern, dazu fehlt mir im Alltag einfach die Zeit. Aber als alter Internet-Hase (seit 1996) und Mailing-Listen- und Foren-Nutzer der ersten Stunden ziehen mich themenbezogene Gruppen immer an. Es gibt keine bessere Möglichkeit, schnell und effizient ein Problem zu klären, ganz egal, ob es sich nun darum dreht, wann denn wohl das Update für meine Google Nexus Geräte kommt, ich ein Problem mit WordPress habe oder ob ich etwas zu meinen Hobbies Lesen, Malen und Schreiben erfahren möchte. Dabei finde ich Geben immer genau so wichtig wie Nehmen. Für mich sieht das so aus, dass ich zunächst meine Frage stelle und dann die Fragestellungen der anderen durchsehe und während ich auf meine Lösung warte, versuche, für andere Hilfestellung zu geben. Die Google+ Communities sind für mich definitiv ein großes Plus.

5. Bringen deiner Ansicht nach Aktivitäten bei GooglePlus für dich etwas?

Das kann ich definitiv bejahen. Der persönliche und der Vernetzungseffekt ist sicher nicht so hoch wie auf der „Kuschelplattform“ Facebook, aber gerade zum Informieren zu aktuellen Beiträgen aus Marketing, Social Media und Technologie bin ich regelmäßig und gerne auf Google+. Bei Bedarf nutze ich die Communities und auch hier bekomme ich in der Regel schnelle und kompetente Antworten auf meine Frage. Außerdem finde ich den Ranking-Faktor von Google+ durchaus spürbar, so dass ich jedem empfehle, zumindest einen kleinen Teil der eigenen Social Media Aktivitäten für Google+ zu reservieren.

6. Wie schaut es mit anderen Social Networks wie Twitter, Facebook, Xing, Pinterest oder Instagram, Linkedin aus – nutzt du sie auch noch?

Als Marketing- und Social Media Beraterin und Dozentin kann ich gar nicht anders als mit Leidenschaft zu sagen „Ich lebe Social Media“. Bei vielen Plattformen vermischen sich private und geschäftliche Nutzung und ich denke, dass das auch gar nicht anders sein kann. Im Einzelnen:

Twitter

Bevor ich mit Facebook begann warm zu werden, war ich schon auf Twitter. Auch hier hatte ich zunächst meine Startschwierigkeiten zu verstehen, was das Ganze eigentlich soll. Anfangs fand ich nur ein paar Amerikaner, die zum Thema „Mindmaps“ twitterten, ein Thema, das mich schon länger sehr interessiert. Nach und nach fand ich immer mehr Twitterer, deren Tweets ich interessant fand. Mit der Entdeckung von Hootsuite und der Möglichkeit, Tweets vorauszuplanen, erfand ich den #Marketingtipp, einen werktäglich getwitterten kurzen Tipp, was für ein gutes Marketing wichtig ist, und von da an bekam ich auch mehr und mehr Follower und Twittern machte richtig Spaß. Es war und ist auch eine gute Möglichkeit, mit meiner Branche und meinen Dozentenkollegen und ehemaligen Seminarteilnehmern in Kontakt zu bleiben – und das Twittern auf Veranstaltungen wie Barcamps oder der Barsession in Dortmund ist einfach ein Muss. Wer mir folgen möchte, hier ist der Link zu meinem Account.

Facebook

Auch hier war die Freundschaft keine leichte. Als ich mich im März 2009 anmeldete, war niemand dort, den ich kannte. Es war „öd und leer“ und ich dachte „watt’n schei*!“ und war schnell wieder weg. Um immer wieder zu kommen – und letztlich zu bleiben. Facebook ist der Ort, wo ich alle wiedertreffe: Ehemalige Kollegen aus meiner Angestellten-Zeit, Freunde, die ich im wirklichen Leben zu selten sehe, Dozenten-Kollegen von der Business Academy Ruhr, Seminarteilnehmer der Kurse an den Industrie- und Handelskammern und anderen Institutionen, Kooperationspartner für die Google Impact Challenge (wir sind für unser vorgeschlagenes Leuchtturm-Projekt in die zweite Runde gekommen, was mich sehr stolz macht!), und meine Bekannten aus der Urban Sketchers Szene. Kein Wunder, dass ich ständig hier bin. Natürlich habe ich auch hier meine geschäftliche Seite und neue Fans sind jederzeit willkommen.

XING

Auch bei XING bin ich ein echtes Urgestein. Ich habe mich im November 2003 dort registriert, da hieß es noch OpenBC. Erst war es für mich nur ein „sich selbst aktualisierendes Adressbuch“, das mir ermöglichte, den Kontakt zu meinen ehemaligen Kollegen aus zehn Jahren Angestelltendasein zu halten. Dann hatte ich eine Phase, in der ich in den zahlreichen Gruppen sehr aktiv war, bis mir der Umgangston in einigen Gruppen zu rau wurde und ich die Lust daran verlor (siehe oben). Derzeit nutze ich XING nur wenig aktiv, auch wenn ich fast täglich dort vorbei schaue. Es gibt einige Kunden und Kontakte, die Facebook sehr ablehnend gegenüber stehen – mit denen halte ich dann auf XING die Verbindung.

Pinterest

Für mich als „Sehtier“ und „Augenmenschen“ ist Pinterest wirklich gefährlich. Da dort schnell ein, zwei, drei Stunden vergehen, habe ich mir derzeit eine Pinterest-Diät verordnet. Das wird sich aber im kommenden Jahr sicher ändern. Momentan bereite ich etwas Neues vor, was auch den vermehrten Einsatz von Pinterest für mein Eigenmarketing beinhaltet. Dann habe ich künftig auch eine Entschuldigung, länger dort zu verweilen. 😉

Instagram

Die zweite visuelle Plattform, die ich natürlich ebenfalls sehr gerne nutze. Leider fehlt mir auch hier die Zeit, aktiver zu sein. So beschränken sich meine Posts dort auf Urlaubsbilder und die Fotos, die ich dann und wann auf den Instawalks mache, wenn es zeitlich und räumlich passt, daran teilzunehmen. Hier ist mein Instagram-Profil.

LinkedIN

Das Stiefkind kommt zum Schluss. Natürlich habe ich einen LinkedIN Account und ich poste dort ebenfalls meine Marketingtipps. Sonst bin ich dort aber nicht sehr aktiv. Ich finde es unübersichtlich und „zu amerikanisch“. Von Anfang an hat mich gestört, dass ich als „in der Nähe von Köln“ angezeigt werde. Nichts gegen Köln, aber für eine waschechte Westfälin geht das gar nicht … Mich nerven die Kontaktanfragen zahlreicher Amerikaner (bzw. zahlreicher Fake-Accounts aus der ganzen Welt) und da ich derzeit kein internationales Geschäft anstrebe, ist die Plattform für mich nicht wirklich bedeutsam.

7. Wenn man bei Google+ aktiv ist und postet, sieht man in den Google Suchtreffern auch eigene Ergebnisse! Ist dir das schon aufgefallen und hast du Suchtreffer anderer Nutzer bereits sehen können?

Ja, das ist mir auch aufgefallen und ich habe die Suchtreffer anderer Nutzer sehen können. Ich finde das durchaus gut, finden sich darin doch oft wertvolle Infos für mich.

8. Bekommst du mehr Traffic durch Google+ auf deinen Webseiten, Blogs, Communitys oder gar in den Shops?

Auf meinen Webseiten nicht, da ich nicht dorthin verlinke. Auf meinen Blogbeiträgen kann ich das schon beobachten. Ich selbst unterhalte derzeit weder Communities noch Shops, von daher kann ich dazu nichts sagen.

9. Welche GooglePlus Apps nutzt du auf dem Handy bzw. deinem Smartphone?

Ich habe die native Google+ App sowohl auf meinem Smartphone als auch auf meinem Tablet installiert und finde sie übersichtlich, schön klar im Design und nutze sie gern. Für meine Seite (und die von mir verwalteten Kundenseiten) nutze ich auf beiden Geräten die MyBusiness App.

10. Nutzt du Tools wie IFTTT oder Buffer um deinen Google+ Posts zu veröffentlichen? Wenn ja, welche Vor- & Nachteile siehst du?

Buffer nutze ich nur wenig und eigentlich auch nur für Twitter. IFTTT nutze ich gern und habe derzeit 16 Rezepte aktiv. Der Nachteil automatisierter Posts ist sicher die mangelnde Kontrolle und die Gefahr, dass überall derselbe Content erscheint. Das kann schnell genau so mechanisch und unpersönlich wirken, wie es letztlich ja auch ist. Die Gefahr besteht auch darin, dass man den Überblick verliert, wo welche Aktion was auslöst und es dann zu einer Art Kettenreaktion kommt (ist mir  noch nicht passiert). Die großen Vorteile bestehen natürlich darin, dass man keine Plattform vergisst und auch in der Zeitersparnis.

11. Welche WordPress/CMS-Plugin für GooglePlus setzt du ein? Etwa Shariff Social Media Buttons und Co.?

Für WordPress experimentiere ich gerade mit verschiedenen Lösungen. Da kann ich derzeit nichts Konkretes zu sagen.

12. Und was möchtest du uns noch sagen, bevor du den Artikel zu Ende geschrieben hast?

Für mich gehört Google+ einfach zu einer Social Media Strategie dazu. Wichtig ist es zu erkennen, dass hier nicht Facebook ersetzt werden soll, sondern sich ganz andere Vorteile ergeben. Und wer von der ewigen Werbung auf Facebook genervt ist, dürfte sich über die werbefreie Zone Google+ besonders freuen. Auch das ist schon ein Indiz, dass das Geschäftsmodell hinter Google+ ein ganz anderes ist, als es hinter Facebook steht.

Und wie nutzen Sie Google+? Über Ihre Gedanken in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen.

6 Gedanken zu „Blogparade: Alles rund um GooglePlus

  1. Ann-Bettina

    Hallo Birgit,
    ich bevorzuge Google+ aus denselben Gründen, die du genannt hast. Twitter scheint auch ganz nützlich zu sein, aber da bin ich noch nicht so lange. LinkedIn ist mir zu unübersichtlich und fremdgesteuert und für Facebook konnte ich mich noch nie erwärmen. Bei Xing bin ich nicht wirklich sehr aktiv. Für den Rest fehlt mir einfach die Zeit. Das wundert mich sowieso immer wieder, auf wie vielen Netzwerken manche Leute aktiv sind. Wie schaffen die das?
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    Antworten
    1. Birgit Schultz Artikelautor

      Hallo Ann-Bettina,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wie schaffen die Leute das? Nun, ich bin ja auch einer dieser „Power-User“ – ich sehe so gut wie nie fern, habe viele Drittanbieter-Tools im Einsatz (Hootsuite, Buffer, Feedly …) und schaffe es dennoch, meinen privaten Interessen wie Malen, Lesen, Spanisch lernen und Schreiben nachzukommen. Wobei eben auch viele meiner Hobbies in Social Media zu finden sind, weshalb sich bei mir die geschäftliche und die private Nutzung gern mischt und die Grenzen verschwimmen.

      Beste Grüße
      Birgit

      Antworten
  2. Alex L

    Hallo Birgit,
    vielen Dank, dass du bei dieser Blogparade mitmachen konntest und ich habe deinen Beitrag sehr gerne gelesen. Ich sehe es auch so, dass man damit aufhören sollte, Google+ als den Favorit zu Facebook zu sehen und G+ hat eigene Vorteile, die man zu schätzen weiss, wenn man es nutzt. Mir persönlich liegt G+ etwas mehr als Facebook, aber nutzen, tue ich beide Plattformen.

    Dann bist du laut dem Beitrag sehr zahlreich in vielen Social Networks vertreten. Das kostet einen sehr viel Freizeit bzw. berufliche Zeit, aber ok, wenn man sich vielleicht auf etwas weniger konzentriert, könnte es vielleicht klappen. Ich bediene derzeit Facebook, G+, Twitter und Pinterest. Bei Xing poste ich nur hin und wieder etwas, wenn es passt und ich etwas Interessantes habe.

    Bei Xing habe ich noch kaum Kontakte und da Blogger zu finden, ist für mich nicht so einfach, wie ich dachte.

    Ich hoffe nur sehr, dass Google das Social Network des Hauses nach wie vor bestehen lässt. Schliesslich wissen es diejenigen zu schätzen, die es täglich nutzen.

    Antworten
    1. Birgit Schultz Artikelautor

      Hallo Alex,
      auch an Dich vielen Dank für Deinen Kommentar. Sicherlich muss und kann man nicht in allen sozialen Netzwerken (google mal nach Social Media Prisma von Ethority – da wird einem erst klar, wie viele es gibt!) vertreten sein. Gerade, wenn man es beruflich/geschäftlich nutzt, gehört unbedingt eine Strategie dazu, sonst vergräbt man unnötig viel Zeit und hat nicht den gewünschten Effekt. Hinterher hört man dann, dass „das alles nichts bringt“. Dafür gibt es aber Berater und Experten wie mich und viele andere.

      Zeigen wir Google, dass die Nutzer es mögen und nutzen – solange die Geschäftsführung dort Potenzial sieht, wird es auch erhalten bleiben.

      Beste Grüße
      Birgit

      Antworten
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